Artenreiche Säume unter Streuobst
Projektdauer 2025 – 2028
Projektvorhaben
- Hintergrund: Junge Obstbäume benötigen für ihre Entwicklung eine von Gräsern und Beikräutern befreite Baumscheibe. Das Mähen und Hacken muss z.T. aufwendig mit der Hand geschehen. In dem Projekt wird die Pflege der Baumscheiben mit artenreichen Unterwuchs kombiniert.
- Ziel: Erleichtern der Obstbaumpflege, Förderung der Biodiversität. Die erweiterte Baumscheibe wird mit einer Schicht aus Sand bedeckt und mit einheimischen Blühstauden bepflanzt. Die Sandschicht erleichtert das Jäten und hält Gräser und Beikräuter zurück. Die unterschiedlichen Blühzeiten der Stauden bieten Insekten übers ganze Jahr hinweg Nahrung.
- geförderte Arten: Insekten – v. a. Tagfalter wie den auf der Fläche vorkommenden Schwalbenschwanz, Feldvögel – v. a. das auf den Flächen vorkommende Rebhuhn sowie Mehl- und Rauchschwalben.
- Die Bioland Stiftung unterstützt das Projekt mit der Finanzierung der Kosten für die Stauden, Pflege und Personalkosten.
Hofportrait
des Bioland-Hofs Gradhof
- Betrieb mit einer Fläche von ~ 96 Hektar
- ökologisch bewirtschaftet (Bioland)
- Anbau von Hafer, Dinkel, Weizen, Soja, Mais, Luzernegras
- Streuobst Neupflanzungen auf 3,5 ha Acker
- Reitstall mit 35 Pensionspferden
- Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH, Kooperationsbetriebe in Ingolstadt und Pfaffenhofen
Besonderheiten
Der Betrieb liegt in einer ausgeräumten Agrarlandschaft und achtet sehr auf die Artenvielfalt. Es wurden bereits verschiedene naturschutzfördernde Maßnahmen durchgeführt.
Interview
mit Interview mit Steffi und Peter Riegg
Wie hilft Euch das Förderprogramm, das Projekt zu realisieren?
„Durch die unkomplizierte finanzielle Unterstützung können wir verschiedene Blühpflanzen rund um die Baumscheiben der jungen Obstbäume etablieren und mit der Artzusammensetzung experimentieren. Die Kosten für das Pflanzgut, die Bodenvorbereitung und Bezahlung der Helfer:innen ist durch die Förderung gedeckt.“
Was liegt Euch besonders am Herzen?
Peter: „Die Entwicklung blütenreicher Streuobstwiesen und Saumstrukturen ist uns eine Herzensangelegenheit! Durch die Etablierung mehrjähriger Kräuter und heimischen Staudengewächsen soll das ganze Jahr über ein Nektar- und Pollenangebot für Insekten geschaffen werden.“
Steffi: „Wir brauchen für unsere Zukunft wieder mehr Vielfalt in der Welt! Dem immensen Artensterben können und müssen wir als Landbewirtschafter:innen entgegenwirken.“